Pränatalmedizin und Ultraschalldiagnostik (DEGUM II)

Unser Team in der Gynäkologischen Praxisklinik Hamburg freut sich mit Ihnen, dass Sie ein Baby erwarten. Wie viele andere werdende Eltern stellen Sie sich sicher die Frage, ob ihr Baby gesund ist. Heute verfügen wir insbesondere durch die vielfältigen Ultraschall-untersuchungen (Sonographie) über beste Möglichkeiten, bereits vor der Geburt die Entwicklung des Kindes zu überwachen und kindliche Fehlbildungen sowie mütterliche Risiken zu erkennen.

Die enorm schnelle Entwicklung der Ultraschalltechnik in den letzten Jahren hat die diagnostischen Möglichkeiten in diesem Bereich wesentlich verbessert. Sie soll Ihnen und Ihrem Baby eine optimale Vorbereitung der Geburt und eine sofortige, qualifizierte Versorgung nach der Entbindung ermöglichen. Die ärztlichen Mitarbeiter des Bereiches Pränatalmedizin und der Ultraschall-Diagnostik der Gynäkologischen Praxisklinik Hamburg verfügen über die entsprechenden hohen Qualifikationen:

  • DEGUM Stufe II
  • fetale Echokardiographie = detaillierte Untersuchung des kindlichen Herzens
  • Lizenz für die Messung der kindlichen Nackenfalte und
  • Lizenz für die Messung des Nasenbeines mit einer computergesteurten Berechnung Ihres individuellen Risikos.

Wir arbeiten zur Zeit mit vier modernsten High-End-Ultraschallgeräten, hierzu gehört selbstverständlich auch die 3D/4D-Technik. Ihre Befunde werden über eine elektronische Bildverarbeitung dokumentiert (Viewpoint-System).

Angeborene Störungen betreffen nur etwa 5% aller Neugeborenen – viele davon können bereits mittels speziellen Ultraschalluntersuchungen entdeckt werden. Einige können wir bereits vor der Geburt in der Gebärmutter behandeln, wie die kindlichen Herzrhythmusstörungen, Blutarmut bei einer Infektion mit Ringelröteln oder bei einer Blutgruppen-Unverträglichkeit.

Wichtig ist auch, dass eine Mangelversorgung des Babys oder eine Zuckerstoffwechselstörung der Mutter rechtzeitig entdeckt und behandelt werden. Während Ihrer Schwangerschaft können wir für Ihrer beider Gesundheit folgende Vorsorgemaßnahmen durchführen:

  • Routineuntersuchungen gemäß der Mutterschaftslinien
  • Detaillierte Untersuchungen bei Risikoschwangerschaften
  • Individuelle Gesundheits- und Risikoprofile

Gemäß der Mutterschaftslinien sollen in Ihrer Schwangerschaft drei Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden:

  • In der 9. – 12. Schwangerschaftswoche
  • In der 19. – 22. Schwangerschaftswoche
  • In der 29. – 32. Schwangerschaftswoche

Sie dienen der Dokumentation der ungestörten Entwicklung Ihres Babys. Falls sich im Rahmen dieser Routineuntersuchungen Hinweise auf kindliche oder mütterliche Erkrankungen ergeben sollten, werden Ihnen von uns aus zusätzliche Untersuchungen angeboten.

Dabei wird zwischen nicht invasiven (konventioneller Ultraschall, Doppler-Sonographie, fetale Echokardiographie) und invasiven (Chorionzottenbiopsie, Amniocentese, Nabelschnurpunktion) Methoden unterschieden. Auf persönlichen Wunsch haben wir die Möglichkeit, zusätzlich zu den Angeboten der Mutterschaftsrichtlinien weitere Untersuchungen durchzuführen. Bei Interesse bitten wir diese Untersuchungen jeder schwangeren Patientin an.

Mit diesen zusätzlichen Verfahren erhalten Sie ein individuelles Gesundheits- und Risikoprofil, das Sie mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit (häufig deutlich über 90%) über das Risiko möglicher Fehlbildungen oder Chromosomenstörungen Ihres ungeborenen Kindes informiert. Diese neuartigen, nicht immer einfachen, für Sie aber gefahr- und komplikationslose Verfahren zur Risikoabschätzung können zwischen der 13. – 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden.

Die Tests bestehen aus einer speziellen, besonders eingehenden Ultraschalluntersuchung Ihres Babys. Neben der Messung der sogenannten kindlichen Nackenfalte (NT, Nackentransparenz, nuchal translucency) und der Messung der kindlichen Nasenbeine (NB, nasal bone) wird Ihr Kind insgesamt genauestens untersucht (genetic scan, first trimester screening). Gleichzeitig werden aus Ihrem Blut zwei Laborparameter (free ß-HCG und PAPP-A) bestimmt.

Seit 2012 steht in Deutschland die Untersuchung der zellfreien fetalen DNA (cffDNA) im mütterlichen Blut als „non-invasives pränatal Testing (NIPT)“ zur Verfügung. Es handelt sich dabei um eine risikolose und außergewöhnlich zuverlässige Screening Untersuchung auf nummerische Chromosomenaberrationen. Mit diesem Test können die Chromosomenstörungen Trisomie 21, 18, 13 und geschlechtschromosomale Störungen erkannt werden. Die Blutentnahme kann grundsätzlich ab der 10+0 Schwangerschaftswoche erfolgen.

Es ist aber sinnvoll, diesen Test evtl. ab der 12. Schwangerschaftswoche im Anschluss an das Ersttrimesterscreening (ETS, Nackentransparenzmessung) durchzuführen. Dieser Test kann allerdings keine Aussage zum Vorliegen von anderen kindlichen Fehlbildungen wie Herzfehler, Fehlbildungen des Zentral-Nerven-Systems, offenem Rücken, Fehlbildungen von anderen Organen etc. machen.

Für die ausführliche Beratung und Organisation des Bluttestes erheben wir eine einmalige Gebühr von 50,– €, da die Kosten für den NIPT zur Zeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die Kosten für den NIP-Test liegen im Bereich von 129.– € bis ca.  400,– €. Einige Krankenkassen erstatten die Kosten Risikopatientinnen wieder zurück.

Das Ergebnis liegt jeweils nach 5-8 Tagen vor und wird Ihnen von uns persönlich mitgeteilt.

Die Erkennungsrate liegt z.B. für Trisomie 21 bei 99,7%. Die Falsch-Positive-Rate liegt zwischen 0,01%-0,06%.

Gynäkologische Praxisklinik Hamburg
Speersort 8
20095 Hamburg
Telefon: 040 30 38 28 28
Telefax: 040 30 38 21 88

Dr. Jan Dolezil | Dr. Gerd Kügler
Dr. Jan S. Dolezil | Dr. Michael König

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